Baustellentour - Renovierung/Umbau Eurosat - 30.12.2017

Am Ende der Sommersaison 2017 Anfang November fuhr die Kugelachterbahn Eurosat in ihrer bisherigen Art zum letzten Mal nach 28 Jahren.
Jetzt - am Ende des Kalenderjahres - war es zum ersten Mal wieder möglich in das Innere des geodätischen Kuppelbaus zu schauen: Der Europa-Park lud am 30.12.2017 Vertreter der diversen EP-Fangruppierungen ein zu einem kleinen Baustellenrundgang. Unter fachkundiger Führung des verantwortlichen Ingenieurs Patrick Marx konnte man sehen und hören, wie weit die Umbauarbeiten fortgeschritten sind und was noch alles folgen wird.

Eurosat "Oben ohne" mit geöffnetem Dach:
(Zum Vergrößern anklicken, ca. 6 MB!)

Was ist bisher geschehen?
In den ersten Wochen wurde zunächst nur abgebaut:

  • Wie bereits bekannt sind unmittelbar am 06.11. bereits die Bagger angerückt und haben den Vorbau entfernt.

  • Das Dach des Kuppelbaus wurde geöffnet, um von oben arbeiten zu können.

  • Im hinteren Bereich sind zwei Öffnungen in der Außenhaut der Kugel entstanden.

  • Sämtliche "Kulissenbauten" und der Bahnhofsbereich sind bis auf eine Stahlstrebenkonstuktion des erhöhten Bodens verschwunden.

  • Die beiden Rolltreppen wurden ausgebaut.

  • Für die Entsorgung der "Kometen" wurden aufgrund deren Ausmaße zwei große Container benötigt.

  • Von den 900 Metern Schienen sind bisher ca. 250 Meter entnommen worden.

  • Die alten Züge parken aktuell auf der Fläche des Betriebshofes.

  • Bahnpanorama:
    Blick vom Trommellift aus in den Bahnbereich als 180°-Panorama. In der Bildmitte ist ein Loch im Boden zu erkennen. Hier befand sich der "Lichttunnel" am Ende der Strecke, durch den man wieder in die Bahnhofsebene nach unten fuhr.
    (Zum Vergrößern anklicken, ca. 3 MB!)

    Was wird folgen, wie geht es weiter?

  • Im Januar wird das erste Schienenstück von Mack Rides geliefert, das im Bereich des ehemaligen "Lichttunnels" eingebaut wird. Von dieser Schiene aus werden dann die bisher ausgebauten 250 Meter "ersetzt". Weitere, alte Schienen können dann immer nur Stück für Stück ausgebaut werden, wenn ihre neuen Gegenstücke zum Einbau bereit sind. Dies ist erforderlich um die Stabilität der gesamten Konstruktion zu erhalten.

  • Die Stützenkonstruktion bleibt nahezu unverändert und muss nur an einigen Stellen leicht angepasst werden, um das vorgeschriebene Lichtraumprofil (+10 cm, die der EP freiwillig dazupackt) einzuhalten.

  • Der neue Schienenverlauf wird nahezu identisch mit dem alten sein, jedoch nach der Herzlinie berechnet.

  • Der Trommellift bleibt bestehen und ist technisch gesehen auch für die nächsten Jahrzehnte noch "fit" genug.

  • Die beiden "Löcher" in der Kugel (Bild 8, s.u.) bleiben als Öffnung bestehen, da der neue VR-Bahnhof aus Platzgründen außerhalb der Kugel sein wird. (wie beim Fantreffen erwähnt)

  • Es werden keine neuen Rolltreppen eingebaut um die Störanfälligkeit der gesamten Bahn zu verringern.

  • Bei der neuen Bahn (Sowohl Schienen wie auch Wagen) wird nach Stand der Technik fast nur noch "verschraubt" und nicht mehr "geschweißt".

  • Bahnhofsbereich 1:


    Mit viel Fantasie kann auf dem Originalbild noch erahnt werden, wo bisher der Bahnhofsbereich war. Um eben in die Züge einsteigen zu können, musste man im Wartebereich ca. einen Meter an Höhe gewinnen. Der bisherige Fußboden befand sich oben auf der Stahlrohrkonstruktion, die hier im Vordergrund zu sehen ist. Das Foto entstand von einem Bereich "hinter" der Wand im Ausstiegsbereich. An der Decke sind noch die Leuchten des Einstiegsbereiches sowie Reste der Halloweendekoration zu erkennen. Die Illustration verdeutlicht die Lage des ehemaligen Bahnhofes.(Zum Vergrößern jeweils anklicken, ca. je 3 MB!)

    Bahnhofsbereich 2:
    Foto des Bahnhofbereiches. Die Erhöhung der Stahlkonstruktion war die Grundfläche für den Leitstand. Das Foto entstand von einem Standpunkt aus zwischen Bahnhofsbereich und Trommellift.
    (Zum Vergrößern anklicken, ca. 3 MB!)

    Dach des Bahnhofes:
    Um im Bahnhof "Luft nach oben" zu haben wurde der Deckenbereich in die nächste Ebene nach oben hin erweitert. Hier war auch die Lüftungsanlage für den Bahnhofsbereich platziert.
    (Zum Vergrößern anklicken, ca. 4 MB!)

    Ehemaliger Wartungsbereich:
    Zwischen Schlussbremse und Bahnhof befand sich der Wartungsbereich mit der Verschiebeweiche und den "Parkplätzen" für die Züge. Das Bild entstand in etwa in Höhe der Schiene in Fahrtrichtung. An der Decke ist der Schienenverlauf eventuell durch die hellen Holzlatten zu erahnen. Vom Wartungsbereich selbst sind aktuell noch ein paar Werkzeugschränke und Wandposter- / und Tafeln erhalten. Ansonsten lagern hier Teile des Bahnhofgeländers. Hinweis: Durch die Panoramafunktion der Aufnahme wirkt der Bereich hier größer als er eigentlich war!
    (Zum Vergrößern anklicken, ca. 3 MB!)

    Auf der ca. einstündigen Baustelltour gab es noch ein paar interessante Informationen zu Eurosat, die bisher nicht bekannt waren:
    Die über 1500 Dreiecke der Kugelhülle wurden entweder aus Aluminium (untere drei Reihen) oder durch Mack Rides aus GFK (Glasfaser verstärke Kunststoffe) hergestellt. Die Dreiecke können eine Seitenlänge von bis zu 2,80 Meter haben und passen durch ihre unterschiedlichen Größen an höchstens 5 Stellen der Kugel. Aus diesem Grund mussten alle Elemente auch penibel gekennzeichnet werden, damit sie beim Schließen des Daches auch wieder passen.

    Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei den Parkverantwortlichen bedanken, die diese Einblicke in den gesperrten Baustellenbereich ermöglicht haben. Wir sind gespannt wie es weitergeht und kommen gerne wieder. :-)

    Fotos

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